Konfliktklärung im Team ist mehr als ein gut moderiertes Gespräch. Wer mitten im Konflikt steckt, wünscht sich oft vor allem eines: eine schnelle Lösung. Verständlich – Konflikte kosten Energie, Zeit und Nerven. Doch wer nur auf Tempo setzt, überspringt häufig einen entscheidenden Schritt: das Verstehen.
Denn ohne ein stabiles Fundament bleibt jede Lösung wackelig.
Konflikte lösen im Team beginnt mit Perspektivwechsel
In einem aktuellen Teamprozess zeigte sich das erneut. Noch bevor wir zu konkreten Themen kamen, haben wir Raum geschaffen: für Perspektivwechsel, für das Verstehen der unterschiedlichen inneren Haltungen. Nicht nur Standpunkte wurden sichtbar, sondern auch die Beweggründe dahinter.
Plötzlich wurde klar: Menschen blicken auf dieselbe Situation – und sehen etwas völlig anderes. Nicht, weil jemand „falsch“ liegt, sondern weil Werte, Erwartungen, Erfahrungen und innere Anteile verschieden sind.
Für manche Teams fühlt sich dieser Teil langwierig an – besonders, wenn innere Anteile nach einer schnellen Lösung drängen. Aber: Diese Phase zahlt sich aus. Sie schafft ein gemeinsames Verständnis. Und erst auf diesem Boden können nachhaltige Lösungen wachsen.
Konfliktklärung ist ein Prozess, kein einmaliges Gespräch
Viele denken bei Konfliktlösung an eine einmalige, gut moderierte Unterhaltung. Doch aus meiner Sicht ist Konfliktklärung im Team ein Prozess: ein Prozess des Verstehens – von sich selbst, vom Gegenüber und von dem, was zwischen uns steht.
Nur wer seine eigene Perspektive kennt, kann sie klar kommunizieren. Und nur wer erkennt, dass das Gegenüber nicht „absichtlich schwierig“ ist, sondern aus einer anderen inneren Dynamik heraus handelt, kann echten Dialog führen.
So begleite ich Konfliktklärungsprozesse im Team
In meinen Teamworkshops und moderierten Gesprächen arbeite ich strukturiert – und gleichzeitig prozessorientiert. Das bedeutet: Es gibt einen klaren Rahmen, in dem auch Emotionen, Unsicherheiten und unterschiedliche Geschwindigkeiten ihren Platz finden.
Dazu nutze ich unter anderem:
- Arbeit mit inneren Anteilen (angelehnt an IFS), um innere Dynamiken verständlich zu machen
- Reflexionsräume, in denen nicht sofort reagiert werden muss
- Impulse zur Selbstklärung, bevor es in den Austausch geht
- Und: einen ehrlichen Blick auf das, was gerade möglich ist – und was (noch) nicht.
Denn wirkliche Klärung braucht nicht nur Struktur, sondern auch Mut, Ehrlichkeit und das richtige Timing.
Fazit: Konfliktklärung verändert Teams von innen
Konflikte lassen sich nicht „wegmoderieren“. Doch wenn Teams sich die Zeit für Klärung nehmen, entsteht nicht nur eine Lösung – sondern eine andere Art der Zusammenarbeit. Eine, die auf Verstehen statt auf Vorurteile setzt. Eine, die Verbindung schafft. Und genau das ist es, was langfristig wirkt.
Willst du herausfinden, wie ein guter Konfliktklärungsprozess in deinem Team aussehen kann?
👉vereinbare ein Termin für ein Kennlerngespräch und wir schauen wie ich dich untertsützen kann.